Was genau machen die probiotischen Stämme in Probiotic DRL sowie Probiotic premium MensSana im Einzelnen?

Probiotic premium 7 / 28 MensSana

Probiotic premium 7 / 28 MensSana besteht aus gefriergetrockneten BifidobakterienLaktobazillen, dem Streptococcus thermophilus sowie dem Vitamin B-Komplex. Die Gesamtmenge der probiotischen Keime beläuft sich auf 2 x 109 KBE und den Vitaminen des B-Komplexes mit 100 % TD nach NRV.
Sogenannte Multi-Spezies-Probiotika mit vielen und vor allem spezifischen Wirkeigenschaften haben bessere Chancen auf die erfolgreiche Besiedelung des Darmes, als es bei der Gabe einzelner Bakterienstämme der Fall wäre. Das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) unterstreicht die propagierte Wirksamkeit probitotischer Stämme dann, wenn mindestens 106–108 koloniebildende Einheiten (KBE) über die Magenpassage den Darm erreichen. Diese Menge ist bei jedem Bakterium des MensSana-Produktes gegeben, sodass im Zusammenspiel mit anderen Bakterienarten ein maximaler und breiter Nutzen erfolgt.
Der zusätzlich enthaltene B-Komplex unterstützt die Verdauung sogleich der Darmtätigkeit und verkürzt die Dauer bis zum Wirkungseintritt als auch die Erkrankungszeit.

PP 7 MensSana / 7 Sachets / PZN 09486323
PP 28 MensSana / 28 Sachets / PZN 09486317

Die Bakterien im Einzelnen:

Bifidobacterium breve

Das Bakterium verdaut Zucker und produziert Milch- und Essigsäure mit dem Ziel, den pH-Wert zu senken. Ein Herabsetzen des pH-Wertes verhindert die Vermehrung gefährlicher Mikroorganismen im Darm. Neben der unterstützenden Verdauungsfunktion hilft das Bakterium dem Darm zusätzlich bei der Herstellung lebenswichtiger Vitamine und MineralstoffeB. breve ist im Verdauungstrakt (vornehmlich im Dickdarm) als auch in der Scheide angesiedelt und schützt dort vor Scheidenpilzen oder anderen Krankheitskeimen (siehe auch B. bifidumB. longum).

Bifidobacterium bifidum

Das Bakterium ist bereits in der Muttermilch vorhanden (siehe auch B. breve), reguliert die Schleimhaut und verbessert die Verdauungsfunktion schon bei Kleinkindern. Zudem konnte in Studien die Prävalenz von Neurodermitis bei gleichzeitiger Gabe verringert werden. Entzündungshemmende Eigenschaften sind nachgewiesen und es konnte gezeigt werden, dass das Bakterium sehr tolerant gegenüber Magensäure und Gallenflüssigkeit ist.

Bifidobacterium longum

Das Bakterium unterhält die normale Verdauungsfunktionhemmt das Wachstum schädlicher Bakterien und stärkt darüber hinaus das Immunsystem. Auch ein nachhaltiges Herabsetzen des pH-Wertes ist angezeigt. Das Bakterium bildet wichtige Vitamine, die direkt über den Darm in den Blutkreislauf aufgenommen werden können. Weitere Vorteile zeigen sich bei AAD-Patienten, der Senkung des Cholesterinspiegels, zur Symptomlinderung von Laktoseintoleranz, zur Immunstimulation und Krebsprävention. Studien markierten überdies eine reduzierte Tumorhäufigkeit.

Bifidobacterium lactis

Das Bakterium produziert Milch- und Essigsäure und säuert die Umgebung des Verdauungstraktes an. Die resultierenden niedrigen pH-Werte bewirken, dass gefährliche Krankheitskeime in der Umgebung der Bifidobakterien nicht wachsen. Weiterhin verringert B. lactis die Durchlässigkeit der Darmschleimhäute für Makromoleküle und stärkt somit das Immunsystem. Das Bakterium stimuliert die Immunzellen von Säuglingen, Immunglobulin A zu produzieren – welches bei der Abwehr von Krankheitskeimen im Darm eine zentrale Rolle übernimmt. Weitere positive Effekte verweisen auf die Reduktion allergischer EntzündungenB. lactis ist sehr tolerant gegenüber Gallensalzen und der Magensäure. Weitere Untersuchungen präsentierten außerdem eine Senkung des Cholesterinspiegels im Blut.

Lactobacillus casei

Das Bakterium produziert Milchsäure mit dem Ziel, den pH-Wert zu senken und verhindert weiterhin das Wachstum schädlicher BakterienL. casei begünstigt den Aufbau von L. acidophilus, das ebenfalls als sehr nützlicher Bewohner des Verdauungstrakts bekannt ist. Auch L. casei hat eine entzündungshemmende Wirkung, aufgrund dessen eine Empfehlung bei entzündlichen Darmerkrankungen, wie bspw. Morbus Crohn, sinnvoll ist. Zudem wurden positive Auswirkungen bei AAD-Symptomen beobachtet. Während L. casei im Mund und im Darm nachweisbar ist, tritt es, im Gegensatz zu vielen anderen Milchsäurebakterien, in der weiblichen Scheide nicht auf. Kommt es allerdings zu einer durch Bakterien ausgelösten Vaginalentzündung, so siedelt dort auch L. casei in wertigem Umfang.

Lactobacillus paracasei

Das Bakterium trägt dazu bei, das Verdauungssystem und das Immunsystem zu stärken und Infektionen abzuwehrenL. paracasei kann, wie auch andere Bakterien der Darmflora, bei Magen- und Darmproblemen abhelfen, sowie die Absorption von Nährstoffen und Fetten verbessern. Dem Bakterium wird eine inhibierende Wirkung auf die Aktivität von E. coli nachgewiesen, weshalb es als Mittel gegen Durchfall anwendbar ist. L. pararcasei zeigt überdies gute Ergebnisse in der Kariesprophylaxe.

Lactobacillus plantarum

Das Bakterium fördert die normale Verdauungsfunktion und bietet sich zur wirksamen Behandlung bei Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa an. Zudem reduziert es die Reaktivität des Immunsystems bei Allergien und zeigt eine große Widerstandsfähigkeit gegenüber Antibiotika. Wie alle Probiotika konkurriert es mit pathogenen Keimen um Nährstoffe und reduziert in diesem Zuge die Population. Zudem ist L. plantarum in der Lage, Proteine zu spalten und hilft dem Körper auf diese Weise, Eiweiße zu verdauen. Ferner bildet das Bakterium zum Töten pathogener Keime Wasserstoffperoxid mithilfe einer nur bei wenigen Bakterien vorkommenden Manganverbindung. Gleichzeitig bindet es hiermit die reaktiven freien Sauerstoffradikale und schützt sich letztlich vor Zellschäden. Die spezifische Manganverbindung von L. plantarum wirkt demnach als Antioxidans.

Lactobacillus rhamnosus

Das Bakterium unterstützt das Immunsystem und bekämpft pathogene Keime im Gastrointestinaltrakt. Es fördert das Wachstum nützlicher Bakterien an der Darminnenwand, stärkt den sog. Biofilm und verhindert eine Ansiedlung krankmachender Keime im DarmL. rhamnosus ist besonders resistent gegen Magensäure und überzeugt mit einer hohen Überlebensrate. Darüber hinaus findet es gezielte Anwendung während der Einnahme von Antibiotika, bei Durchfallerkrankungen oder Harnwegsinfektionen, wonach das Bakterium im Urogenitalsystem (Harn- und Geschlechtsapparat) das Wachstum von Krankheitserregern hemmt. Bereits bei Kindern stellt sich überdies ein Schutz vor Infektionen der Atemwege ein. L. rhamnosus gilt insgesamt als sehr widerstandsfähig.

Streptococcus thermophilus

Das Bakterium verbessert die natürliche Darmflora und zeigt gute Ergebnisse in der Kariesprophylaxe. Mithilfe seiner produzierten Bakteriozine sorgt das Bakterium dafür, dass die Pathogene dauerhaft aus dem Mundraum verdrängt werden. Außerdem wird der S. thermophilus empfohlen, um bei Patienten medikamentös Blutgerinnsel und Thromben aufzulösen. Das Bakterium übersteht den niedrigen pH-Wert im Darm und hohe Konzentrationen der Gallensalze. Dies ist Voraussetzung dafür, dass das Bakterium überhaupt die Darmgesundheit verbessern kann.

Für tiefgreifendere Beschreibungen zu den antagonistischen Wechselwirkungen zwischen Laktobazillen und Bifidobakterien gegen mikrobielle Pathogene soll auf folgende Veröffentlichung verwiesen werden:

“Antagonistic activities of lactobacilli and bifidobacteria against microbial pathogens”

Alain L. Servin

FEMS Microbiology Reviews, Volume 28, Issue 4, 1 October 2004, Pages 405–440,https://doi.org/10.1016/j.femsre.2004.01.003