Aufgrund eines kurzfristig wahrzunehmenden Termins von Herrn Dr. Lechner wurde das Webinar von Frau Blasi übernommen.
Unsere Referentin
Carina Blasi
2020 schloss Carina Blasi ihr Masterstudium an der Universität Bonn, im Fach Humanernährung mit Ihren persönlichen Schwerpunkten Ernährungsmedizin und Darmgesundheit, ab. Schon während ihres Studiums absolvierte sie Praktika in der Ernährungsberatung und -therapie und arbeitete anschließend in diesem Bereich. Ihr Interesse für Mikronährstoffe wurde 2018 im Rahmen ihres Praktikums bei der MensSana AG geweckt und so wurde Sie schließlich 2021 dort ein Teil der Medizinisch Wissenschaftlichen Abteilung. Ihre Leidenschaft der Wissensvermittlung entdeckte Sie bereits während ihrer Schulzeit.
Fragen aus dem WebSeminar:
- Frage: Pat, männl., 55J leidet nach Schlaganfällen (1gro, 2 kl) unter Enzephalopathie mit Gedächtnisausfällen und Problemen in der Motorik. Durch welche Ihrer Präparate kann Verlauf verlangsamt, verbessert werden?
Antwort: 1 Sachet Kardiodrink MensSana, 2 Kps. Omega EPA und zur Nacht 1 Kps. K2D3 Dr. Lechner.
- Frage: Sind Isoflavone auch für Frauen zu empfehlen, die bereits ein Gestagenpräparat bekommen?
Antwort: Ja, die Gestagene können zusammen mit Isoflavonen gegeben werden. Die Gestagene ersetzen nur das Progesteron. Die Gewebe hungern dennoch nach Östrogen, v.a. die Beta-Östrogenrezeptoren. Isoflavon bedient v.a. diese Rezeptoren. Die Östrogen Beta Rezeptoren im Gehirn, der Haut und den Knochen benötigen diese Stimulierung zur Verlangsamung des Alterungsprozesses benötigen.
- Frage: Sind dementielle Erkrankungen bei Asiaten, die sich ja sojareich ernähren, seltener als bei uns in Europa?
Antwort: Je nach Quelle hat Japan im Vergleich zu anderen Industrieländern die höchste oder niedrigste Prävalenz an Demenz. Verschiedene AutorInnen schreiben, dass es vermutlich Mess- und Diagnoseindifferenzen zwischen den Industrieländern sind, die diese unterschiedlichen Ergebnisse hervorrufen und dass die Unterschiede mutmaßlich geringer sind, als man denkt. Auch viele JapanerInnen leben seit vielen Jahren nicht mehr zwangsläufig den gesunden, traditionellen Lebensstil und sind von Herz-Kreislauferkrankungen betroffen. Außerdem werden JapanerInnen im weltweiten Vergleich sehr alt. Da Alter der größte Risikofaktor für Demenz ist, ist die Prävalenz entsprechend hoch. Hier eine Quelle zum Thema: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4095986/
- Frage: Frau Anfang 40, Total-OP; 10Jahre Hormonersatztherapie, auf Isoflavon umgestiegen, hat das noch einen positiven Effekt?
Antwort: Ja, es ist sinnvoll, weil ohne Eierstöcke die Produktion weiblicher Geschlechtshormone wegfällt und die Östrogen (beta-) Rezeptoren in den Geweben ohne Supplementierung dann erstrecht verhungern.
- Frage: Wie sieht es mit der Studienlage bzgl Substitution von niedrig dosiertem Lithiumorotat und dem Auftreten von Alzheimer aus?
Antwort Dr. Lechner: „Es gibt Studien die zeigen, dass Alzheimer Patienten unter einem Lithiummangel leiden. Es gibt noch keine eindeutigen Belege dafür, dass Lithiumsupplementation die Krankheit verhindert. Evtl. kann der Verlauf verlangsamt werden.“
- Frage: Wie beurteilen Sie die Supplementation mit 1-5mg Lithium?
Antwort Dr. Lechner: „Ich würde die Dosierung anhand der Blutspiegel einstellen wie wir es bei der biphasischen Depression machen. Ich kenne keine Dosierempfehlungen zur Alzheimer Therapie. Hier empfehlen wir zur Prophylaxe 450mg Lithiumarbonat z. B. Quilonum ret. Die Blutspiegel sollten auf 0,5-0,8 mml/l eingestellt werden. 1 mg Lithium halte ich für unterdosiert um ausreichende Blutspiegel zu erreichen.“